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B2-58-19 Wie viel Aufsicht ist genug?

Diese Frage wird häuig gestellt, wenn es um die korrekte Aufsichtsführung in Einrichtungen der Jugendhilfe geht. Man mag es sich nicht vorstellen, aber Unfälle mit Kindern und Jugendlichen können passieren, ob in der Gruppe beim Spiel, beim Toben im Außenbereich oder beim Ausflug. Wenn ein Kind verletzt wird, kommt automatisch die Frage: Hätte das nicht verhindert werden müssen?

Träger von Einrichtungen und die von ihnen eingesetzten Fachkräfte haben die Verplichtung, an Stelle der Eltern für deren Kinder zu sorgen und darauf aufzupassen, dass sie keinen Schaden
erleiden. Aber muss man sie deshalb ständig überwachen, stets
hinzuspringen, wenn Gefahr droht? Darf oder muss man sogar den Kindern einen Freiraum lassen, damit sie sich ausprobieren und eigene Erfahrungen machen können?

In dem Seminar wollen wir an Hand von Beispielfällen Kriterien für die Aufsichtspflicht erarbeiten und zivilrechtliche, versicherungsrechtliche und strafrechtliche Risiken der Arbeit mit Kindern
näher beleuchten. Neben der Frage nach Aufsichtspflicht und Haftung geht es auch darum, wie Unfälle vermieden werden können und welche Notfallmaßnahmen bei einem Unfall getroffen werden müssen, um den Schaden zu mildern. Dabei soll auf Fragestellungen aus der Praxis, die Erfahrungen und gegebenenfalls auch auf die Ängste der Teilnehmenden besonders eingegangen werden.

Seminarinhalte:
- Aufsichtspflicht von Erziehungskräften als Auftrag von Eltern und Trägern
- Dimensionen der Aufsichtspflicht in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
- Pädagogik und Aufsichtspflicht – Wie geht das zusammen?
- Aufsichtspflicht und die Verantwortung von Trägern und Leitungskräften
- Aufsichtspflicht und gesetzliche Unfallversicherung
- Aufsichtspflicht und Kinderschutz
- Strafrechtliche Verantwortung

Termin:
07.05.2019

Dozent:
RA Klaus Schmiedek

Seminarbegleitung:
Birgit Müller

Kosten:
65,00 Euro

Bildungskonzeption M–V
Modul 1.7



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