Quelle: http://www.schabernack-guestrow.de/article/view/2421/1/


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der mentalen Gesundheit



Mental Health Facilitator (MHF) ist eine Fortbildung zum Helfer/ zur Helferin bei Problemen der mentalen Gesundheit. Die Fortbildung umfasst drei Blöcke mit 19 Modulen und dauert sieben Tage. Mit Abschluss erfolgt eine international anerkannte Registrierung.

Ein Mental Health Facilitator ist ein/e Laienhelfer/in oder „Paraprofessional“. Er/sie hilft Menschen, die unter psychischen Problemen, Beeinträchtigungen oder Krisen leiden, die traumatisiert sind oder unter Folgen von Gewalterfahrung leiden, trauern, Mobbingopfer sind oder von Suchterkrankungen betroffen sind. Die Unterstützung besteht darin, den Betroffenen Zugang zu professioneller Hilfe zu eröffnen bzw. die Bereitschaft zu deren Inanspruchnahme zu fördern, sie bei Eingliederung oder Rehabilitation zu unterstützen, z.B. in Kooperation mit sozialpsychiatrischen Diensten. Bei Krisen und anderen belastenden Erlebnissen kann er/sie helfen, Probleme zu sortieren, Ziele zu formulieren, Engagement zur Veränderung erkunden und bei der Lösungssuche zu unterstützen. Leid, Stress und psychische Beeinträchtigungen sollen so reduziert werden.

Für viele Betroffene stellt die Suche nach professioneller Hilfe (Psychotherapie oder der Besuch einer psychiatrischen Praxis oder Einrichtung) eine zu große Barriere dar: Sie wissen nicht, wer für ihre Probleme wohl zuständig sein könnte, empfinden Schamgefühle oder fürchten Stigmatisierung. Für diese Menschen kann der/die Mental Health Facilitator die „Brücke“ zu professioneller Hilfe darstellen: Er/sie ist Vertrauensperson, kann den Kontakt herstellen und die Scheu vor den „Profis“ nehmen.

Das internationale Curriculum umfasst 19 Module mit den Themen:
- In psychische Gesundheit investieren
- Die Fähigkeit, wirksam Hilfe zu leisten: Welche Eigenschaften und Kompetenzen braucht der/die MHF?
- Gefühle verstehen
- Wirksam Kommunikation, richtig fragen und Reflexion von Inhalt und Bedeutung eines Beratungsgesprächs
- Menschliche Entwicklung und Unterschiedlichkeit/Diversität verstehen
- Probleme verstehen, Ziele mit den Betroffenen definieren und Problemlösung fördern
- Erkennen von Stress, Distress, psychischen Störungen und Kindesmisshandlung
- Umgang mit Krisen, Katastrophen und Gewalterfahrung
- Arbeit mit Flüchtlingen und Kriegsopfern
- Erkennen von und Umgang mit Suizidgefahr
- Vermittlung professioneller Hilfe
- Der Selbstschutz des MHF während einer Krise
- Anpassung des MHF-Programms an lokale Bedingungen


In Deutschland wird es je nach Zielgruppe ergänzt durch Inhalte wie:
- Abhängigkeitserkrankungen
- Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz: Mobbing, Burnout etc.
- Arbeitslosigkeit und Gesundheit
- Berufliche Rehabilitation

Termine:
14.08. - 16.08.2019
23.09. - 24.09.2019
13.11. - 14.11.2019


Dozentinnen/Dozenten:
Dr. Barbara Weißbach
GastdozentInnen und Gastdozenten

Kursbegleitung:
Yvonne Kahlo

Kosten:
980,00 Euro zzgl. Übernachtung