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K16/19 Berufsbegleitende Weiterbildung zur Traumapädagogin/zum Traumapädagogen

Termine:
Start 12.03. - 15.03.2019

Traumatisierte oder lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen stellen besondere Herausforderungen an Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe sind vermutlich die Gruppe unserer Gesellschaft, die am häufigsten extremen psychosozialen Belastungen und sequentiellen Traumatisierungen ausgesetzt sind. Einige dieser Mädchen und Jungen sind nur schwer mit herkömmlicher pädagogischer Praxis zu erreichen. Die bisherige Aufspaltung-Bewältigung von traumatischen Ereignissen geschieht in der Therapie, die Pädagogik ist Alltagsbewältigung - wird den Mädchen und Jungen nicht gerecht. Eine Vermeidung von traumabezogenem Material ist in der stationären Erziehungshilfe ohnehin nicht möglich, negiert die vielen Möglichkeiten der Pädagogik und verzögert eine umfassendere Korrektur von behindernden traumaspezifischen Einstellungen und Erwartungen der Mädchen und Jungen. Die interdisziplinären Erkenntnisse z.B. der Psychotraumatologie, Neurophysiologie sowie Bindungsforschung ermöglichen ein Erklärungswissen, aus dem heraus traumapädagogische Konzepte entwickelt werden können und konnten.

Diese Konzepte und Methoden werden in der Weiterqualifizierung vermittelt. Es braucht ein Verständnis für die Anpassungsstrategien der Mädchen und Jungen sowie für die spezifischen Belastungen der Pädagoginnen und Pädagogen. Grundlage hierfür ist die Erweiterung des theoretischen Verständnisses über Traumatisierungen von Mädchen und Jungen.

Ein weiteres Ziel dieser Zusatzqualifizierung ist die Entwicklung von Flexibilität, Sensibilität, Souveränität und Mut im professionellen Herangehen an Traumata. Interkulturalität wird als Querschnittsthema immer mitgedacht. Ein hoher Praxisbezug wird u.a. dadurch hergestellt, dass die Erfahrungen der Pädagoginnen und Pädagogen mit den ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen eine hohe Berücksichtigung finden.

Aufbau und Inhalte und Zeiten der Ausbildung werden in 2018 bekanntgegeben.

Teilnahmevoraussetzungen:
• Pädagogische Grundausbildung oder ähnliches
• Mindestens zwei- bis dreijährige Berufserfahrung
• Hohe Bereitschaft zur Selbstreflexion
• Aktuelle berufliche Tätigkeit in Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe
• Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich.

Kursleitung:
Tanja Kessler

Dozentinnen/Dozenten:
Tanja Kessler
Heike Karau
Jacob Bausum
Jürgen Reinshagen

Kursbegleitung:
Maren Gäde

Kosten:
3.500,00 Euro (Änderungen vorbehalten)
zzgl. Übernachtung



Schabernack e.V, Schabernack 70, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843/83380, Fax.: 03843/833822





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