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85/17 Von starken Superhelden und süßen Glitzerfeen...

Vorurteilsbewusste und geschlechterreflektierte Erziehung und Bildung

Termin:
16.11. - 17.11.2017

Wir bewegen uns in einer Gesellschaft, in der es für Mädchen rosa und für Jungen blaue Schularbeitshefte mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen gibt, in der Kleidung und Spielwaren schon ab der Geburt nach Geschlecht unterschieden und eingeteilt werden, Mädchen zunehmend auf Schönheit und Care-Arbeit reduziert und Jungen von Puppen und rosa Ü-Eiern ferngehalten werden. Für sie steht der Bereich mit den Piraten, der Technik und der Action zur Verfügung. So sind sie eben... heißt es oft. Tatsächlich? Wird ein Junge schwul, wenn er sich als Prinzessin verkleidet? Wo finden sich Kinder wieder, die sich nicht der binären Geschlechterordnung und den damit verbundenen Zuschreibungen zuordnen können oder wollen?

In der Pädagogik und in Diskursen der „Erwachsenenwelt“ bemühen wir uns gegen Ungleichbehandlung, Stereotype, Diskriminierung und Mobbing vorzugehen und für eine geschlechtergerechte und diskriminierungsfreie Gesellschaft zu kämpfen. Aber wie nachhaltig können diese Entwicklungen sein, wenn wir sie nicht hineintragen in die Kinderzimmer, die Familien, die Kitas und Schulen. Vielfalt und Unterschiede bewegen sich immer im Kontext gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Diese beeinflussen alle Menschen. Besonders Kinder, die ihre Identität entwickeln erhalten auf unterschiedlichen Ebenen durch Botschaften und Handlungen Informationen über Prozesse von Ein- und Ausschlüssen. Zuschreibungen aufgrund von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, religiöser oder weltanschaulicher Hintergründe, Familienkultur, sexueller Identität, sozialem Status oder Behinderung, können es Kindern erschweren, sich frei zu entfalten und ihre Potentiale auszuschöpfen.

Um dem entgegenzuwirken, müssen wir uns unserer eigenen Vorurteile, Stereotype und Handlungen bewusst werden. Wir müssen herausfinden, wo unsere Sprache Bewertungen beinhaltet und wie wir konstruktiv mit diesen Erkenntnissen umgehen können, um Kindern den größtmöglichen Entfaltungsfreiraum zu gewährleisten, Stereotype zu vermeiden und gegen Ungleichbehandlung, Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen.

Das Seminar bietet Impulsreferate, Selbstreflexion, Gruppenarbeiten, Methoden erproben, Fallbesprechungen, Vorstellung von Medien und Praxismaterialien zu den Themenbereichen.

Dozentin:
Daniela Kühling

Seminarbegleitung:
Birgit Müller

Kosten:
130,00 Euro
zzgl. Übernachtung



Schabernack e.V, Schabernack 70, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843/83380, Fax.: 03843/833822





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