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44/17 Der Islam – Herausforderungen und Ansätze für einen pädagogischen Umgang

In Kooperation mit JUMP und dem Violence Prevention Network e.V. (VPN)

Termin:
26.06. - 27.06.2017


Grausame Terroranschläge, zu denen sich ein selbsternannter „Islamischer Staat“ (kurz: IS) bekennt, werden von jungen Europäern (diese Menschen sind fast alle in europäischen Staaten geboren) verübt. Auch die Hinwendung von jungen Menschen (mit und ohne Migrationsgeschichte) zu fundamentalistisch-dschihadistisch-salafistischen Identifikationsangeboten wird immer stärker wahrgenommen. Begriffe wie „Islamismus“ und „Salafismus“ sind so auch in Deutschland in den Mittelpunkt der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen (nicht nur in Wahlkämpfen) gerückt. In den öffentlichen Debatten wird viel über Sicherheit gesprochen, die v.a. durch Überwachung und Repression zu gewährleisten sei – weniger werden mögliche gesellschaftliche Ursachen thematisiert.

In der zweitägigen Fortbildung soll das Thema „islamistische Radikalisierung“ mit dem Blick auf pädagogische Handlungsoptionen sowohl auf der inhaltlich-kontextuellen als auch auf der praktisch-pädagogischen Ebene begreif- und erfahrbar werden.
Dazu werden wir Grundlagenwissen zur Religion des Islam in seinen vielfältigen Ausprägungen bereitstellen; gesellschaftliche Kontroversen über „den Islam“ und „die Muslime“ nachzeichnen und hinterfragen; dabei reichlich Raum für den Austausch schaffen, Selbstreflektion anregen und Haltungsfragen stellen; pädagogische Ansätze, Methoden und Formate vor- und zur Diskussion stellen. Ausgewählte Übungen/Methoden bieten wir zur praktischen Erprobung an.

Die thematischen Schwerpunkte bilden:
Islam
• Theologische Grundlagen des Islam und religiöse Alltagspraxis
• Islam und sein Verhältnis zu Menschen- und Grundrechten, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit
• Rolle der Frau im Islam
• Islamische Strömungen und ihre kulturellen Hintergründe

Radikalisierung
• Begriffsbestimmung: Religion, Traditionalismus und Fundamentalismus
• Überblick über die salafistische Szene und ihre differenzierten Erkennungsmerkmale
• Klassische Argumentationsmuster (als Rechtfertigung für Gewalthandlungen) und ihre Gegennarrative
• Spannungsfeld Islamismus/Salafismus und antimuslimischer Rassismus (insbesondere mit Blick auf rechtspopulistische wie rechtsextreme Kampagnen)

Haltung und Umgang
• Widerstände und Motivationen bei der Arbeit mit sich radikalisierenden Jugendlichen
• Handlungsoptionen für die Präventions- und Interventionsarbeit im Arbeitsalltag

Dozent_innen:
Michél Murawa (JUMP),
N.N. (VPN)

Seminarbegleitung:
Birgit Müller

Kosten:
130,00 Euro
zzgl. Übernachtung



Schabernack e.V, Schabernack 70, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843/83380, Fax.: 03843/833822





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