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K16/17 Berufsbegleitende Weiterbildung zur Traumapädagogin/zum Traumapädagogen

Termine:
23.01.2017 Einführungstag für die Teilnehmer_innen, die noch kein Grundlagenseminar besucht haben.
24.01. - 27.01.2017
16.05. - 19.05.2017
21.11. - 24.11.2017
17.04. - 20.04.2018
03.07. - 06.07.2018
23.10. - 26.10.2018
12.03. - 15.03.2019

Traumatisierte oder lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen–, stellen besondere Herausforderungen an Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Kinder und Jugendliche in der stationären Jugendhilfe sind vermutlich die Gruppe unserer Gesellschaft, die am häufigsten extremen psychosozialen Belastungen und sequentiellen Traumatisierungen ausgesetzt sind. Einige dieser Mädchen und Jungen sind nur schwer mit herkömmlicher pädagogischer Praxis zu erreichen. Die bisherige Aufspaltung - Bewältigung von traumatischen Ereignissen geschieht in der Therapie, die Pädagogik ist Alltagsbewältigung - wird den Mädchen und Jungen nicht gerecht. Eine Vermeidung von traumabezogenem Material ist in der stationären Erziehungshilfe ohnehin nicht möglich, negiert die vielen Möglichkeiten der Pädagogik und verzögert eine umfassendere Korrektur von behindernden
traumaspezifischen Einstellungen und Erwartungen der Mädchen und Jungen. Die interdisziplinären Erkenntnisse z.B. der Psychotraumatologie, Neurophysiologie sowie Bindungsforschung ermöglichen ein Erklärungswissen, aus dem heraus traumapädagogische Konzepte entwickelt werden können und konnten.

Diese Konzepte und Methoden werden in der Weiterqualifizierung vermittelt. Es braucht ein Verständnis für die Anpassungsstrategien der Mädchen und Jungen sowie für die spezifischen Belastungen der Pädagoginnen und Pädagogen. Grundlage hierfür ist die Erweiterung des theoretischen Verständnisses über Traumatisierungen von Mädchen und Jungen.

Ein weiteres Ziel dieser Zusatzqualifizierung ist die Entwicklung von Flexibilität, Sensibilität, Souveränität und Mut im professionellen Herangehen an Traumata. Interkulturalität wird als Querschnittsthema immer mitgedacht. Ein hoher Praxisbezug wird u.a. dadurch hergestellt, dass die Erfahrungen der Pädagoginnen und Pädagogen mit den ihnen anvertrauten Mädchen und Jungen eine hohe Berücksichtigung finden.

Aufbau und Inhalte der Ausbildung
Die Qualifizierung ist als sechsteilige berufsbegleitende Fortbildungsreihe konzipiert, die sich über einen Zeitraum von insgesamt 20 Monaten erstreckt. Sie beinhaltet die Vermittlung theoretischer Grundlagen der Psychotraumatologie, die Diskussion aktueller Forschungserkenntnisse und die Erarbeitung von Haltungen und Methoden zur praktischen Umsetzung im pädagogischen Alltag. Anforderungen an den institutionellen Rahmen und die Organisationsstruktur werden ebenso erarbeitet wie die spezifischen Belastungen für die Pädagoginnen und Pädagogen und deren Möglichkeiten für einen sorgsamen Umgang mit Psychohygiene und Selbstfürsorge.

Parallel zu den Fortbildungsmodulen sollen die Teilnehmer_innen ein alltagsbezogenes Praxisprojekt entwickeln, im Rahmen dessen die erworbenen Kenntnisse und methodischen Fähigkeiten angewendet und nachgewiesen werden sollen. Genauere Informationen und Beratung hierzu erhalten die Teilnehmer_innen während der ersten Fortbildungsmodule von den Referentinnen bzw. Referenten.
Die Weiterbildung orientiert sich am Curriculum Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung der Bundesarbeitsgemeinschaft Traumapädagogik (BAG TP) und der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) (www.bagtraumapaedagogik.de, www.degpt.de)

Modul 1: Einführung
Modul 2: Bindung und Trauma
Modul 3: Gruppe und Trauma
Modul 4: Selbstbemächtigung und Dissoziation
Modul 5: Eltern
Modul 6: Therapie
Modul 7: Präsentationen und Abschluss

Teilnahmevoraussetzungen
• Pädagogische Grundausbildung oder ähnliches
• Mindestens zwei- bis dreijährige Berufserfahrung
• Hohe Bereitschaft zur Selbstreflexion
• Aktuelle berufliche Tätigkeit in Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe
• Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich.

Zielgruppe:
Pädagogische Fach- und Leitungskräfte in den Hilfen zur Erziehung, insbesondere von stationären Einrichtungen
öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfen

Kursleitung:
Tanja Kessler

Dozent_innen:
Tanja Kessler
Jacob Bausum
Jürgen Reinshagen

Kursbegleitung:
Maren Gäde

Kosten:
3.390,00 Euro (Änderungen vorbehalten)
zzgl. Übernachtung und Verpflegung,
Einführungstag: 65,00 Euro



Schabernack e.V, Schabernack 70, 18273 Güstrow,
Tel.: 03843/83380, Fax.: 03843/833822





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